Die Wirtschaftsfrauen der Region Braunschweig e.V. im Interview

Nachgefragt: aus aktuellem Anlass, über Beruf und Motivation.

Unser Verein kann stolz auf breit gefächerte Vielfalt der beruflichen und sozialen Kompetenzen seiner Vereinsfrauen sein.

Dieser Mix macht den Charme unseres Netzwerkes aus, das im Jahr 2020 schon 10 Jahre besteht. Darauf sind wir auch stolz.

Anlass genug für unsere Fotografin Claudia Taylor, unsere Mitglieder privat zu besuchen, zu fotografieren und etwas genauer nachzufragen, wie sie mit der "neuen Normalität" der Coronoa-Pandemie zurechtkommen.

Lesen Sie doch mal. Und wenn Sie jetzt inspiriert und motiviert sind, was hindert Sie, an einem unserer nächsten Treffen teilzunehmen, um uns LIVE kennenzulernen?  Genau: nichts. Herzlich willkommen!

Kerstin Lehning, Wolfsburg

Beruf / Branche

Nach vielen Jahren in der Personalentwicklung und als Ausbildungsleitung bei der Volksbank eG BraWo, habe ich mich 2004 als Kommunikationstrainerin und Coach selbständig gemacht.
Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen im Bereich der Körpersprache und des Konfliktmanagements.

Mir macht es sehr viel Spaß, wenn ich meinen Kunden/innen konkrete Tipps gebe, die sie dann schnell in der Praxis umsetzen können und sie eine Veränderung bei sich selbst oder dem Gegenüber beobachten. www.kerstin-lehning.de

Ich bin eine Wirtschaftsfrau,

weil ich als Soloselbstständige meine Überlegungen und Entscheidungen immer ganz allein treffe und mir der Austausch mit Gleichgesinnten trotzdem wichtig ist. Zudem finde ich es spannend, in andere Berufszweige Einblick zu erhalten, mich mit vollkommen anderen Themen zu beschäftigen und immer wieder neuen Input zu bekommen, weil ich mich stets weiterentwickeln möchte.

Und ich bin sehr gerne eine Wirtschaftsfrau, weil ich hier so nette, tolle Frauen kennengelernt habe!


Folgen der Corona-Krise

Zu Beginn hat sich die Corona-Pandemie für mich ein wenig wie Urlaub angefühlt, nur leider mit dem faden Beigeschmack, dass mir jeden Tag von den Kunden vereinbarte Termine abgesagt bzw. verschoben wurden. Da ging ich immer noch davon aus, dass sich "das" in 2 - 3 Wochen wieder alles beruhigt hat.
Je länger die Beschränkungen andauerten, desto mehr realisierte ich das wahre Ausmaß. Ich hatte gar keine Aufträge mehr (stimmt nicht ganz, ein einziges Online-Coaching hat stattgefunden) und dementsprechend blieben auch die Einnahmen aus, die festen Ausgaben leider nicht ...
Dann habe ich mich geschüttelt und diese unfreiwillige Auszeit als Chance gesehen, mich mal wieder neu zu sortieren und zu orientieren.
Ich saß häufig in meinem Strandkorb im Garten, schaute in den Himmel und dachte u.a. über meinen Wunsch nach, ein Buch zu schreiben, als Moderatorin im Radio zu arbeiten, mich mit dem Thema Meditation zu befassen oder neue Projekte in Gang zu bringen. Daraus ist nun tatsächlich ein neues Projekt, gemeinsam mit zwei anderen Vereinsfrauen entstanden, auf das ich schon sehr gespannt bin.



Anikó Merten, Braunschweig

Beruf / Branche

Ich bin Kunstwissenschaftlerin. Meinen Master of Arts habe ich 2012 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig gemacht. Seitdem bin ich auch in unterschiedlichen Bereichen freiberuflich, selbstständig und/oder projektbezogen tätig. www.genusskurator.de

Ich bin eine Wirtschaftsfrau,

weil das Netzwerken und gegenseitige Unterstützen das Wichtigste ist. Zusammen stark sein und sich gegenseitig fordern, fördern und gemeinsam Funkeln.

Folgen der Corona-Krise

Die Corona-Zeit brachte und bringt unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Die größte Hürde und der größte Verlust ist derzeit der direkte Kontakt zu Menschen, die meinen Alltag und mein berufliches Leben bereichern. Homeoffice und das "nicht-spontan-raus-Können" sind die nächste Herausforderung. Hier zeigt sich gleichzeitig, was bisher verschlafen wurde und auch durch den Leitsatz "Machen wir das Beste draus!" geleistet werden kann. Geschäftlich und beruflich sorgt Corona bei mir für immer neue Ideen, wie es weitergehen und welche Richtungen das Leben - auch beruflich - nehmen kann.



Daniela Mick-Spindler

Beruf / Branche

Als Diplom Betriebswirtin mit langjähriger Führungserfahrung in der Personal- und Organisationsentwicklung, habe ich meine beiden Leidenschaften, die Arbeit mit Menschen und die Arbeit mit Tieren, zusammengebracht. Nach zwei fachspezifischen Ausbildungen biete ich seit 2013 in der Pferdelernwerkstatt Coaching, Kommunikationstraining und pferdegestütztes Führungskräfte- und Teamtraining an. Was zunächst nebenberuflich begann, hat sich 2017 zu einer reinen Selbstständigkeit entwickelt. Weitere Tätigkeitsfelder sind hinzugekommen: Therapeutisches Reiten für Menschen mit körperlichen, geistigen, sozialen oder psychischen Beeinträchtigungen und eine Kooperation mit dem Hospiz Wolfsburg. www.pferdelernwerkstatt.de

Ich bin eine Wirtschaftsfrau, weil

ich den Austausch mit starken Frauen schätze. Die Vielfalt der im Verein vertretenen Tätigkeitsfelder finde ich spannend. Die Erfahrung und die Fachkompetenz anderer Vereinsfrauen haben mir in verschiedenen Fragestellungen geholfen. Ebenso stehe auch ich mit meinen Kontakten und Rat und Tat jeder Mitgliedsfrau zur Verfügung. Die Wirtschaftsfrauen sind für mich beruflich und privat eine Bereicherung.

Folgen der Corona-Krise


Beruflich hat mich die Pandemie mit ihren Einschränkungen sehr getroffen. 12 Wochen war gar kein Betrieb möglich. Die hohen Fixkosten waren in der Zeit eine große Belastung. Mittlerweile läuft der Betrieb unter den bekannten Auflahgen wieder an, und ich blicke zuversichtlich in die Zukunft. Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, einem Kind in der Ausbildung und Familienmitgliedern, die zur Risikogruppe gehören, habe ich die Corona-Pandemie mit Ängsten, Kontaktbeschränkungen und kompletter Umorganisation von Arbeitsabläufen erlebt. Dabei war nicht alles negativ. Mehr gemeinsame Zeit und Erlebnisse, Ruhe und Gelassenheit im Alltag waren auch sehr schön, und wir werden die Erfahrungen daraus mitnehmen.


Christine Sehle, Vechelde

Beruf / Branche

Ich bin fast 20 Jahre freiberufliche Publizistin, Interim Marketing Managerin und Dozentin für das Kommunale Bildungswerk e.V. Mich begeistert es, mich täglich mit neuen Medien und  Trends auseinanderzusetzen: Ich liebe SEO, digitales Storytelling, starke Headlines, knackige Subheadlines, emotionale Kauf-Impulse, Call to Action-Trüffel-Argumente für Ihr Thema und Teaser, denen man nicht widerstehen kann ... Ach ja, komplexe Projekte sind mir die liebsten!

www.christinesehle.de

Ich bin eine Wirtschaftsfrau, weil

ich dieses unglaublich vielseitige Netzwerk beruflich schätze – und privat, weil mich jede von Euren Persönlichkeiten begeistert.

Folgen der Corona-Krise

Anfangs habe ich es nicht ganz so ernst genommen - bis mir alle Projekte nach und nach wegbrachen. Dank meiner Außenstände zeigten sich zunächst keine unüberwindbaren finanziellen Lücken. Irgendwann dachte ich, ja, jetzt sollte sich mal wieder etwas tun. Und so habe ich die Krise als nicht nur als Herausforderung begriffen, sondern als Chance:

Geht eine Tür zu, tut sich eine neue auf. So war es bislang, warum sollte ein Virus das ändern? Das eine Zauberwort hieß Geduld, das andere Action.


Action - für meine vergessenen Buch-Rohlinge. Jetzt hatte ich Zeit dafür, mich zu kümmern. Schubladen auf, und los ging's. Ich erlaubte mir die Muße, Zeit aufs Schreiben zu verwenden, anstatt etwas zu tun, das zumindest in absehbarer Zeit in einer Rechnung endete. Ob meine Bücher erfolgreich sein werden, weiß ich nicht. Mir persönlich hat ihr Entstehen gut getan. Action - für Online-Weiterbildungs-Seminare. Und Action, um unseren Verein nach vorn zu bringen. Die Geduld? Zahlt sich inzwischen aus. Ich habe neue Projekte.

Privat empfinde ich die räumliche Trennung von meinerTochter als schmerzlich, weil sie ebenso zur Risikogruppe zählt, wie meine Mutter, die, abgesehen von meinen Einkaufs-Stippvisiten, sozial isoliert ist. Das ist der zwischenmenschliche Aspekt, der uns jedoch diesen Wert, dieses Glück, schon jetzt wieder schätzen lässt.


Claudia Taylor, Braunschweig

Beruf / Branche

Fotografin mit dem Schwerpunkt Bildjournalismus und Fotodesign. Ich übe diesen Beruf seit 1980 aus. 2010 gründete ich mit meinem Mann Taylor Photography , noch im Nebenerwerb & seit 3 Jahren bin ich in der kompl. Selbstständigkeit. Als freelancerin arbeite ich überwiegend für Unternehmen, Zeitungen, Zeitschriften, Organisationen. Ich habe mehrfach an internationalen Wettbewerben mit Erfolg teilgenommen, mehrere Ausstellungen gemacht und ein Buch herausgebracht. www.taylor-photography.de

Ich bin eine Wirtschaftsfrau, weil

der Kontakt zu anderen Selbstständigen wichtig ist. Über den eigenen Tellerrand schauen, in neue Themen hinein hören, im besten Fall gemeinsame Projekte starten.

Folgen der Corona-Krise

Noch vor dem offiziellen Lockdown sind mir Aufträge abgesagt worden, die mit Personen zu tun hatten. Auch das, von mir mit viel Herzblut betriebene Projekt, musste abgesagt werden. Die damit verbundene Ausstellungseröffnung verzögert sich um ein Jahr.
Was bedeutet es, in einem kreativen Beruf zu arbeiten? Keine finanzielle Unterstützung ... aber die Lebenshaltungskosten bleiben. Wieder Gedanken um mehr Sichtbarkeit machen. Und es sind zwei Projekte mit Mitgliedern der Wirtschaftsfrauen entstanden. Dieses hier mit Christine Sehle "Wir und Corona", ein weiteres mit Kerstin Lehning & Doris Wiegandt. "In 3 Schritten zum Erfolg".



Fortsetzung folgt!


Bitte beachten Sie, dass derzeit keine realen Treffen stattfinden. Wir organisieren allerdings auch virtuelle VIDEO-EVENTS.

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